Expertenreform USR III

An der Monstervorlage hat die Elite der schweizerischen Steuerexperten aus Wirtschaft und Verwaltung rund 10 Jahre lang gearbeitet. Man kann sicher sein, dass diese Leute weder gepfuscht haben noch die Absicht hatten, das Volk zu betrügen. Das hätten sie billiger haben können.

B. Metzler schreibt im Tages Anzeiger (17.01.17) unter dem Titel „Gut beraten“:
„Nach vier Jahren Arbeit stand die Vorlage des Bundesrats. Sie enthielt drei wichtige Instrumente: die Patentbox, Forschungsabzüge und die zinsbereinigte Gewinnsteuer. Alle werden in irgendeiner Form bereits von EU-Ländern verwendet.“

Die Abneigung gegen die schwer zu durchschauende Materie ist verständlich, Expertenschelte ist en vogue. Aber solange keine bessere Vorlage in Sicht ist, ist ein Nein keine Option.

Die Glücklichen

Ich kenne erfolgreiche Leute, die viel Geld verdient haben und die glauben, dass sie allein persönlich für ihren Erfolg verantwortlich sind. Sie finden auch, dass weniger Erfolgreiche, die zum Beispiel von der Sozialhilfe leben, etwas weniger Wert sind, weil sie keinen Beitrag leisten an das BSP, rein ökonomisch betrachtet.

Wenn man genauer hinschaut, erkennt man schnell: Die ökonomisch Erfolgreichen sind meist auch die körperlich robusteren Typen. Es sind die, welche gut mit Menschen umzugehen verstehen. Und sie verfügen über ein gut entwickeltes Selbstbewusstsein und häufig eine überdurchschnittliche Schläue.

Diese Voraussetzungen reichen aber noch nicht aus, um Erfolg zu haben – es sind viele, die sie mitbringen. Am am Ende sind es dann doch nur wenige, die überdurchschnittlichen Erfolg haben. Diesen wenigen hat der Zufall geholfen, sie hatten einfach Glück.

Einige von ihnen sehen das auch so. Sie geben nicht an, sind bescheiden geblieben, trotz des Glücks, das sie hatten.

Die anderen? Sind zu meiden.

 

 

Spielraum für Gewinner

Das Leben ist ein Spiel, hört man.

Aber wer weiss eigentlich, wie er in dieses Spiel hineingeraten ist? Welches sind die Regeln?

Was steht eigentlich auf dem Spiel, und gibt es etwas zu gewinnen?

Die Karten scheinen jedenfalls ungleich verteilt. Den Spielmacher kennt man auch nicht, aber offenbar haben wir keine andere Wahl als mitzuspielen.

Wer ein Spiel spielt ohne voll bei der Sache zu sein, gilt schnell als Spielverderber. Allerdings: Wenn ein Spiel zu ernst genommen wird, verliert es seinen Reiz.

Am Ende dieses Spiels steht der Tod, den manche als Gewinn sehen. Solange jedenfalls, wie sie im Spiel bleiben.